Geschichte: So ist unser Komitee entstanden...

Am 27. September 2020 hat das Schweizer Stimmvolk mit einer Wahlbeteiligung von 51.9% die Revision des Jagdgesetzes abgelehnt, wobei die Ballungszentren ein grosses Gewicht hatten.

Vor allem im Alpenraum und in kleineren Kantonen fand Röstis Abschusspolitik Anklang. Schlussendlich hatten sich die Ballungszentren durchgesetzt.

An diesem Abstimmungstag hielt die Spannung den ganzen Nachmittag an. Die ausgewerteten Resultate vom ‘’Politik und Kommunikationsforschungsinstitut’’ (kurz gfs.ch) gaben der "Pro Seite" einen Moment den Vorsprung von 51% und brachten die beiden Parteien kurze Zeit später wieder auf Augenhöhe.

Am Ende stimmten rund 1.654 Millionen Stimmberechtigte mit Nein, gegenüber mehr als 1.53 Millionen Ja-Stimmen.

Obwohl die Mehrheit der Schweizer Stimmbürger sich für den Schutz des Wolfes an der Urne ausgesprochen hatte, hat der Bundesrat im Winter 2023 entschieden, dass 70% der Wölfe in der Schweiz getötet werden sollen.

Dieser verbrecherische Entscheid wird von den Schafzüchtern, Nutztierhaltern, Jägern und einem Grossteil der Rechten in der Schweiz bejubelt.

Dies ist die schlimmste Entscheidung gegen die Wölfe und die Artenvielfalt, die jemals auf dem europäischen Kontinent getroffen wurde!

‘’Eine Untragbare Anti-Wolfsoffensive’’,

‘’Grosse Wolfsabschlachtungsoperation in der Schweiz’’,

‘’Verbrechen gegen die Artenvielfalt’’,

reagierten die Verteidiger der Wölfe und Artenvielfalt in der Tagespresse vom 6. September 2023.

So wie viele andere Wolfsbefürworter waren auch wir zutiefst erschüttert über diese Nachricht. Es war für uns unverständlich, wie es in einer demokratischen Nation wie der Schweiz möglich sein konnte, dass der rechte Bauernvertreter Albert Rösti den Willen des Volkes missachtete, sämtliche wissenschaftlichen Studien zum Wolf ignorierte – obwohl diese eindeutig belegen, dass die Zahl der gerissenen Nutztiere trotz wachsender Wolfspopulation kaum gestiegen ist – und darüber hinaus die Berner Konvention umging, die auf Schweizer Boden ratifiziert wurde.

Oliver Jordi und ich, Tamara Burri, kannten uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch uns beide einte der Gedanke, dass dieses Unrecht nicht tatenlos hingenommen werden durfte. Als wir uns an verschiedene Tier- und Umweltorganisationen wandten, erhielten wir grösstenteils keine Unterstützung – der Schutz des Wolfs schien für sie keine Priorität zu haben. Auch von Demonstrationen wollte niemand etwas wissen.

So fühlten wir uns gezwungen selber tätig zu werden und auf der Suche nach Verbündeten fanden wir uns schliesslich auf der pro-wolf-Seite Wolf Facts. Wir organisierten zusammen unsere erste Mahnwache gegen das bevorstehende Wolfsmassaker in der Schweiz am 2. Dezember 2023 in Bern.

Einen Tag später gründeten wir den Verein "Komitee gegen Wolfsabschüsse" und erstellten eine eigene Facebookseite.

Im Frühjahr 2026 benannten wir den Verein in "Wolfskomitee - gegen Wolfsabschüsse" um.